„Ich finde, Französisch ist eine unglaublich tolle Sprache” – im Interview mit Frau Leiß

Frau Leiß unterrichtet seit diesem Schuljahr an der Jakob Grimm Schule und ist Lehrerin für Ethik , Französisch und Kunst. Im Interview haben wir mit ihr unter anderem über ihre Fächer geredet und wieso sie Lehrerin geworden ist.

Wieso unterrichten Sie die Fächer Französisch, Ethik und Kunst?

Ich habe die Fächer studiert, weil ich mich sehr dafür interessiere. Ich finde, Französisch ist eine unglaublich tolle Sprache, da man mit Französisch viele Länder kennenlernen und sich dort dann auch verständigen kann. Es ist mir wichtig, dass Kinder Spaß am Französischlernen haben und sich dabei nicht langweilen. Ethik finde ich sehr wichtig - ich denke, dass alle Schüler:innen Ethik kennenlernen sollten, weil dort über Werte und unser Zusammenleben gesprochen wird. Kunst unterrichte ich, weil ich schon immer gerne selbst gezeichnet und Kunst gemacht habe und ich den Spaß daran gerne teilen würde.

Gibt es einen Grund, wieso Sie an der JGS unterrichten?

Ich wollte schon immer auch gerne an einer Gesamtschule unterrichten, weil ich das System gut finde. Dann wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, die Schule hat mir gefallen und ich habe die Stelle angenommen.

Wenn Sie für einen Tag noch einmal Schülerin wären - was würden Sie dann unternehmen?

Ich würde die AGs und Pausen gerne nochmal mit meinen Freundinnen und Freunden genießen.

Hatten Sie eine Lehrkraft, die Einfluss auf Ihr weiteres Leben hatte?

In der Oberstufe hatte ich einen tollen Französischlehrer - er hat mich sehr begeistert, weil er immer so viel mit uns gemacht und uns gefördert hat. Es war schön, dass es so einen guten Französischunterricht gab und ich denke, das hat auch ein bisschen meine Berufswahl beeinflusst.

War es schon immer Ihr Traum, Lehrerin zu werden?

Eigentlich schon, aber für eine lange Zeit wollte ich auch mal Architektin werden – das fand ich am Ende aber doch nicht so spannend.

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

Ich finde es toll, dass man jeden Tag etwas anderes macht. Auch wenn man zwar immer mit den gleichen Klassen arbeitet, ist der Alltag trotzdem immer neu und anders. Der Beruf ist abwechslungsreich und es kommt keine Langeweile auf. Außerdem finde ich es toll, den Schüler:innen das zu vermitteln, was mir selbst wichtig ist.

Machen Sie sich Gedanken darüber, dass Sie den Lernstoff schlecht vermitteln, wenn der Notenspiegel einer Arbeit mal schlecht ausfällt?

Natürlich. Ich denke, dass es eher schlecht wäre, wenn ich das nicht tun würde. Es könnte ja an mir liegen und man muss sich daher schon überlegen, welche Gründe es dafür gibt.


Haben Sie ein Unterrichtsthema, das Sie am besten finden und das Sie gern unterrichten?

Ja, ich mache in Ethik unglaublich gern etwas zu den Themen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit – besonders freue ich mich auch auf das Thema „Tierrechte”. In Französisch behandele ich sehr gern die Französischsprachige Kultur.

Wie stehen Sie zu einem Besuch im Ausland? Verbessert man dadurch sein eigenes Sprachvermögen?

Ja, auf jeden Fall. Denn wenn man irgendwo für längere Zeit wohnt, wird man sozusagen gezwungen, die Sprache zu nutzen und die Kultur kennenzulernen. Die Traditionen und das Leben in einem anderen Land lernt man erst richtig kennen, wenn man auch dort wohnt. Ich habe zum Beispiel mit drei anderen Studenten in einer WG gewohnt und da musste ich überall Französisch sprechen – dadurch lernt man die Sprache auch viel leichter. Daher kann ich das nur empfehlen.


Was machen Sie in der Pause?

Ich versuche, entspannt mit ein paar Kollegen zusammen zu sitzen und etwas zu essen.


Wie finden Sie die Klassengrößen?

Es ist ja sogar wissenschaftlich bewiesen, dass es für Schüler:innen wesentlich angenehmer ist, in kleineren Gruppen zu lernen. Als Lehrkraft kann man in kleineren Klassen besser unterrichten, da man viel besser auf jeden Einzelnen eingehen kann – das habe ich vor allem während des Wechselunterrichts gemerkt.


Spüren Sie Auswirkungen des Lehrermangels?

Ich habe jetzt nicht unbedingt das Gefühl, dass ich die ganze Zeit für Vertretungsstunden einspringen muss, weil wir zu wenige Lehrkräfte haben.


Gibt es eine Altersgruppe, in der die Schülerinnen und Schüler besonders nervig sind?

Häufig wird ja die achte Klasse als besonders anstrengend empfunden, aber den Eindruck habe ich aktuell gar nicht. Ich glaube, dass jede Altersgruppe ihre guten und schlechten Tage haben kann.


Was würden Sie Ihren Schüler:innen mitgeben?

Man sollte gut auf sich aufpassen und nicht denken, dass jeder kleine Vokabeltest die Zukunft ruinieren könnte.


Vielen Dank für Ihre ausführlichen und ehrlichen Antworten.

 

Das Interview führten Alina und Anna.