Nachhaltigkeit als Einheit im Unterricht - im Interview mit dem Spanischkurs

Plötzlich ist das, was man immer nur in den Nachrichten aus anderen Ländern mitbekommen hat, ganz nah: Immense Wassermassen durchfluteten Städte und Dörfer, zerstörten ganze Häuser und kosteten viele Menschenleben. Dass in Deutschland sehr ausgeprägte Starkregenereignisse zu beobachten waren, während Menschen beispielweise in den USA mit verheerenden Waldbränden konfrontiert wurden und es in Brasilien zu Schnee kam, lässt uns einen Einblick auf das erhaschen, was in der Zukunft noch alles auf uns zukommen wird. Eindeutig ist also, dass die Themen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit immer wichtiger werden. Auch in der Unterrichtseinheit des Spanischkurses der E-Phase ging es im letzten Schuljahr genau darum: Wie steht es um unsere Umwelt? Welche Auswirkungen hat unser Verhalten auf die Natur? Und wie viel Plastikmüll kann man eigentlich durch Alternativen ersetzen?


Als Einstieg der Unterrichtseinheit brachte jeder Schüler und jede Schülerin jeweils zwei Plastikgegenstände mit, von denen man jeweils eins eigentlich durch andere Materialien ersetzen könnte. Dadurch wurde den Schülerinnen und Schülern auf einfache Weise bewusst, dass es plastikfreie Alternativen zu herkömmlichen Produkten gibt – und davon gar nicht allzu wenige.

Doch es ging nicht nur darum, über Alternativen zu reden, sondern diese auch zu nutzen: Die Schülerinnen und Schüler erzählten, dass Frau Schuhmacher und Frau Opfermann, welche den Kurs unterrichten, selbst großen Wert auf einen umweltfreundlichen Lebensstil legen würden. Passend war also auch das Thema. Als Abschluss führten die Schülerinnen und Schüler ihr gesammeltes Wissen und ihre Ideen zusammen. Die in anschließenden Gruppenarbeiten erstellten Plakate kann man nun in einer Vitrine neben der Aula im Altbau begutachten.



Auf dem linken Plakat wird der derzeitige Zustand unserer Umwelt dargestellt: Lebewesen, die inmitten von durch uns verursachtem Plastikmüll hausen müssen. Dass diese Situation aber nicht so bleiben muss, zeigen sie auf den rechten Bildern. Alternativen wie Bambus, Metall oder Holz, die zur Verringerung des Plastikkonsums beitragen, können eingesetzt werden, um so solch schreckliche Bilder zu verhindern. Auf dem rechten Plakat findet man kleine, aus Plastikmüll gebastelte Meerestiere. Die Idee dahinter war es, den Müll, welchen man in 45 Minuten im Schulgebäude findet, zu nutzen und so zu zeigen, dass der Plastikverbrauch an der Schule deutlich reduziert werden sollte. Dass der Teil, der für das Plakat genutzt wurde, natürlich nur ein Bruchteil dessen war, was eigentlich insgesamt eingesammelt wurde, ist keine Verwunderung und gleichzeitig doch so erschreckend. Ein riesiger Sack voller Müll las der Kurs während einer solch kurzen Zeit auf: In Mülleimern, in der Biologie, der Chemie und vor allem im ZumBiss habe man Plastikmüll gefunden. Auch im Lehrerzimmer konnte man genug Dinge finden. Dass Plastikgabeln jedoch zu den Produkten gehören, die man eben ganz einfach durch Alternativen ersetzen kann, muss an dieser Stelle anscheinend doch noch einmal betont werden. Denn dass Plastik lange Zeit benötigt, um zu verrotten, müsste uns eigentlich allen bewusst sein. Solche Fakten findet man übrigens auch auf dem Plakat.


An den Schülerinnen und Schülern des Kurses ging das Thema nicht spurlos vorbei:


„Ich habe gesehen, was wir eigentlich mit unserer Welt anrichten und wie viel Plastik wir verursachen und ins Meer kippen.“

Paula, jetzige Q1


Manchmal kann uns also auch der Schulunterricht dazu bringen, unser eigenes Handeln zu hinterfragen. Solche Themen in Zukunft noch stärker in den Unterricht zu integrieren, scheint hier also eine durchaus sinnvolle Überlegung zu sein. Denn um Katastrophen wie in den vergangenen Monaten verhindern zu können, muss in unser aller Köpfen zunächst ein Umdenken stattfinden. Als gutes Beispiel geht der Spanischkurs voran, aus welchem viele Schülerinnen und Schüler nun beispielweise Glas- statt Plastikflaschen mit in die Schule bringen.

Redaktion

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